KIP | Innenentwicklung

  • Flächenressourcen digital erfassen und verwalten
  • Leerstände melden lassen
  • aktivierte Flächenpotenziale veröffentlichen
Haben Sie Interesse am Modul KIP | Innenentwicklung? SPRECHEN SIE UNS AN

Was kann KIP | Innenentwicklung

In den Innenbereichen der deutschen Städte und Gemeinden schlummern die größten Flächenressourcen.
Die Identifizierung und Aktivierung innerörtlicher Potenzialflächen, die Beseitigung von Leerständen und die Schaffung von neuen Lebens- und Arbeitsräumen sind nur einige der Themen, mit denen sich Kommunalverwaltungen heutzutage beschäftigen müssen. Hintergrund ist dabei unter anderem die Baugesetzgebung, die vorschreibt, dass bei der Ausweisung von neuen Baugebieten eine Abwägung gegenüber den Innenentwicklungspotenzialen stattfinden muss. Zur rechtssicheren Aufstellung von Bebauungsplänen ist also die Kenntnis der Flächenpotenziale unabdingbar.

Mit KIP | Innenentwicklung stellen wir Ihnen ein wertvolles Instrument zur Verfügung, um diese Herausforderungen professionell und effizient zu managen und die innerörtliche Entwicklung in Ihrer Kommune aktiv zu fördern.

KIP | Innenentwicklung besteht aktuell aus drei Bausteinen, mit denen Sie Areale digital erfassen können. Erfahren Sie nun mehr über die einzelnen Bausteine und darüber, welche Möglichkeiten Ihnen damit zur Verfügung stehen, um die ungenutzten Flächenpotenziale Ihrer Kommune voll auszuschöpfen.

Bausteine

AREALE DIGITAL ERFASSEN
iPad-App
iPad-App
mobil erfassen
Verwaltungs-Software
Web-Anwendung
qualifizieren und verwalten
Leerstandsmelder
Leerstandmelder
durch Bürger melden lassen
OBJEKTE AM MARKT ANBIETEN
KIP-Erweiterung
Innenentwicklung
KIP-Erweiterung Potenzialflächen
im Immobilienportal
veröffentlichen

Mobile Erfassung

Mit aREAL, der iPad-App von KIP | Innenentwicklung können Sie:

Potenzialflaechen-App Erfassungsmaske
  • Potenzialflächen direkt vor Ort erfassen
  • Bilder aufnehmen
  • Lageinformationen hinterlegen
Potenzialflaechen-App Synchronisieren
Außerdem bietet Ihnen die iPad-App:
  • einfache Bedienweise
  • Offline-Betrieb
  • Synchronisation mit der Online-Datenbank

Digitale Verwaltung

Der übersichtliche Online-Verwaltungsbereich von KIP | Innenentwicklung bietet Ihnen eine komfortable Administrationsoberfläche. Sie können dort:

  • Areale detailliert erfassen
  • die erfassten Areale bearbeiten und die Daten pflegen
  • Kartenansichten erzeugen
  • Bilder und Dokumente hinterlegen
  • Exposé-Ansichten aufrufen
  • PDFs der Exposés erzeugen
  • Den Eigentümerdialog begleiten
  • Areale archivieren
  • statistische Auswertungen einsehen

Veröffentlichung

Aktivierte Potenzialflächen können Sie über Ihr Immobilienportal vermarkten.

Hintergrundinformationen: Innenentwicklung in Deutschland

Wir haben für Sie die wichtigsten Fragestellungen zur Innenentwicklung zusammengestellt:

Was ist Innenentwicklung und warum ist sie so wichtig?

Der tägliche Flächenverbrauch in Deutschland liegt derzeit bei über 62 ha pro Tag. Das entspricht in etwa einer Fläche von 88 Fußballfeldern, die täglich durch Siedlungsflächen, Gewerbeflächen oder Verkehrswege versiegelt werden. Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist es, den Verbrauch auf täglich etwa 30 ha zu begrenzen. Dies ist in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie festgehalten. Aus ökologischen und ökonomischen Gründen ist es sinnvoll, weniger Baugebiete auf der "grünen Wiese" zu entwickeln. Dieses Ziel soll mit der Fokussierung auf die Entwicklung in den Innenbereichen erreicht werden. Im Fokus stehen daher Baulücken, Brachflächen, mindergenutzte Flächen und Nachverdichtungsareale, aber auch Konversionsflächen und Aufstockungspotenziale um neue Wohnungen zu schaffen.

Gibt es gesetzliche Grundlagen zur Innenentwicklung?

Mit der Novellierung des Baugesetzbuchs im Jahr 2013 ist erstmals eine Gesetzesgrundlage für den Grundsatz "Innenentwicklung vor Außenentwicklung" geschaffen worden. In Paragraph 1a, Absatz 2 des BauGB heißt es:

Mit Grund und Boden soll sparsam und schonend umgegangen werden; dabei sind zur Verringerung der zusätzlichen Inanspruchnahme von Flächen für bauliche Nutzungen die Möglichkeiten der Entwicklung der Gemeinde insbesondere durch Wiedernutzbarmachung von Flächen, Nachverdichtung und andere Maßnahmen zur Innenentwicklung zu nutzen sowie Bodenversiegelungen auf das notwendige Maß zu begrenzen. Landwirtschaftlich, als Wald oder für Wohnzwecke genutzte Flächen sollen nur im notwendigen Umfang umgenutzt werden. Die Grundsätze nach den Sätzen 1 und 2 sind in der Abwägung nach § 1 Absatz 7 zu berücksichtigen. Die Notwendigkeit der Umwandlung landwirtschaftlich oder als Wald genutzter Flächen soll begründet werden; dabei sollen Ermittlungen zu den Möglichkeiten der Innenentwicklung zugrunde gelegt werden, zu denen insbesondere Brachflächen, Gebäudeleerstand, Baulücken und andere Nachverdichtungsmöglichkeiten zählen können.

Kommunen müssen also im Zuge der Aufstellung eines Bebauungsplans für den Außenbereich abwägen, welche Innenentwicklungspotenziale es demgegenüber gibt. Um einen Bebauungsplan rechtssicher ausweisen zu können, ist es daher notwendig, die innerörtlichen Flächenpotenziale zu erfassen und sich einen Überblick darüber zu verschaffen, welche dieser Flächen für den Immobilienmarkt aktiviert werden können – sozusagen ein Potenzialflächengutachten zu erstellen.

Kann durch die innerörtliche Entwicklung ausreichend Wohnraum geschaffen werden?

Die innerörtliche Entwicklung spielt in Deutschland eine immer größere Rolle. Dies zeigen auch zahlreiche Leitfäden von Ministerien und Aktivitäten von Regionalverbänden oder Landkreisen. Insbesondere in den Ballungsräumen kann durch eine aktive Fokussierung auf den Innenbereich dringend benötigter Wohnraum – auch für einkommensschwache Familien – geschaffen werden. In den Metropolregionen fehlen mehr als 1 Million Wohnungen. Diese können bei gleichzeitiger Reduzierung des Flächenverbrauchs nur durch die Aktivierung von Arealen im Innenbereich gebaut werden. Da die Kommunen hierbei insbesondere den Dialog mit den Flächeneigentümern suchen müssen und Nutzungskonzepte erarbeiten müssen, wird dies allerdings zur Herkulesaufgabe, bei der öffentliche Hand und Immobilienwirtschaft eng zusammenarbeiten müssen.

Gilt "Innen vor Außen" auch im ländlichen Raum?

Insbesondere Kommunen im ländlichen Bereich kämpfen mit aussterbenden Ortskernen und einer Zersiedelung. Junge Familien bauen lieber am Ortsrand neu. So stehen immer häufiger ganze Straßenzüge leer und Gebäude verfallen. Für Städte und Gemeinden im ländlichen Bereich wird es daher immer wichtiger, sich aktiv auf die Innenbereiche zu fokussieren um die Ortskerne zu revitalisieren und zu beleben. Im Idealfall wird ein Grundsatzbeschluss gegen die Ausweisung von Neubaugebieten geschlossen. Gleichzeitig gibt es unterschiedliche Fördertöpfe von Bundes- und Landesminsterien, auf die die Verwaltungen zurückgreifen können, wenn sie sich aktiv zur Flächenentwicklung im Innenbereich bekennen.

Wie kann ich als Kommunalverwaltung aktiv werden?

Wie oben bereits beschrieben stehen Sie vor keiner einfachen Aufgabe, wenn Sie sich aktiv mit dem Thema beschäftigen möchten. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben und auch aus ökonomischen Gründen sollten Sie die innerörtliche Entwicklung aber aktiv angehen. Hierzu ist es wichtig zunächst einmal die politisch Verantwortlichen in Ihrer Kommune zu überzeugen. Gleichzeitig sollten Sie eine positive Grundstimmung schaffen, indem Sie an ausgewählten Objekten aufzeigen, dass die Flächenaktivierung im Innenbereich funktionieren kann. Schauen Sie sich doch einmal unser Best-Practice-Beispiel in Hanau an oder nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf. Gerne beraten wir Ihre Kommune.

IHRE KONTAKTMÖGLICHKEIT

Wie Sie uns erreichen können

ADRESSE
immovativ GmbH
Hundertwasserallee 7
64372 Ober-Ramstadt